X-Mas Story #2

Here’s the second part of my little X-Mas Story. Also in German. Enjoy :)

Gestärkt durch den kräftigen Biss in den Baum machte sich Fritz wieder auf seinen Weg. Bereits nach wenigen 100 Metern – es können auch 2 oder 3 Kilometer gewesen sein, so genau wusste Fritz das nicht mehr, der Baum, in den er gebissen hatte, enthielt nämlich Haluzinogene, die Fritzens Wahrnehmung komplett vernebelten – jedenfalls traf Fritz auf den Großen Bösen Wolf. „Hey, Großer Böser Wolf!“, rief Fritz ihm schon von Weitem zu. In Wahrheit stand der Große Böse Wolf aber direkt vor ihm, das bekam Fritz ja durch den Drogenbaum gar nicht mit und der Große Böse Wolf musste sich die Ohren zuhalten, weil Fritz so schrie. Wie wir ja von Rotkäppchen wissen, hatte der Große Böse Wolf auch Große Böse Ohren, damit er sie besser hören konnte. Jetzt verfluchte er diese Begabung. „Schrei nicht so!“, raunzte der Große Böse Wolf, „Da fallen mir ja meine Großen Bösen Ohren ab und das geht mir auf die Großen Bösen Eier!“ Fritz verstand die Welt nicht mehr. Warum war der Große Böse so laut, wenn er doch mehrere hundert Kilometer vor ihm und hin und wieder auch zwei – drei Meter über ihm stand. In Fritzens Kopf drehte sich alles. Also sprang er wieder auf sein Mofa und fuhr los.

Nach einiger Zeit, fuhr er gegen eine Schnecke, die schon seit dem Morgengrauen versuchte den Waldweg zu überqueren. Eigentlich sollte man meinen, dass eine einfache Schnecke kein Hindernis für ein Mofa wäre, das 180 km/h im ersten Gang fahren konnte. Bei dieser Schnecke handelte es sich aber um eine besondere welche: Sie hatte bereits im zarten Alter von nur 2 Wochen eine Ausbildung zum Architekten mit Spezialisierung auf Statik gemacht und sofort nach Abschluss ihr Schneckenhaus komplett kernsaniert. Jetzt hatte sie nach Feierabend den besten Ausblick auf den schönen, dunklen Wald. Leider konnte sie den Ausblick nicht genießen, da sie extrem kurzsichtig war und den Weg zum Optiker nicht kannte. Darum versuchte sie auch auf die andere Seite des Weges zu kommen, da sie dort jemanden vermutete, der ihr den Weg sagen könnte. Den einzigen, den sie heute traf – oder besser gesagt, DER sie heute traf – war unser Fritz. Mit einem kräftigen Ruck kam das Mofa vollständig zum Stehen und Fritz flog in hohem Bogen über den Lenker. Das Mofa überschlug sich mehrere Male, krachte dann mit einem Lauten Bumms gegen eine große Eiche, explodierte und brannte vollständig aus. Fritz war völlig unverletzt, was ihn aber durch die Betäubung durch den Baum, gar nicht wunderte. Jetzt saß er im Gras und lachte sich halbtot. Hätte er sich ganztot gelacht, wäre er ja gestorben, aber er lachte sich nur halbtot, was ja auch schon eine Leistung ist. „Ey, sach ma! Geht’s noch, Alda?!“, tobte die Schnecke. Sie hatte keine gute Kinderstube genossen und sich darum auch kein besonders gewähltes Vokabular aneignen können. Wenn man aber bedenkt, dass Schnecken in der Regel gar nicht in der Lage sind zu sprechen, konnte man ihr dieses Manko aber verzeihen. „Wat fährste hier denn wie son Wilder durch den Wald? Schon‘ma wat vonner Waldwegverkehrsordnung gehört, du Pisser?“ Die Waldwegverkehrsordnung gab es eigentlich nicht, aber die Schnecke liebte es sich Vorschriften und Gesetze auszudenken um damit Unwissende in die Irre zu führen. Wenn man so tagein tagaus durch den Wald kriecht kommt man schon auf die bescheuertsten Ideen. Fritz guckte verdutzt aus der Wäsche. „Wer hat denn da eben geredet?“, fragte er laut. „Ey, Meister! Hier unten!“, versuchte die Schnecke auf sich aufmerksam zu machen. Fritz ignorierte was er soeben gehört hatte, er konnte es ja auch keiner Person zuordnen. Er wunderte sich nur über den kleinen Stein mit Außenbalkon und Swimming Pool auf der Oberseite, der nur wenige Meter vor ihm auf dem Weg lag. „Verrückte Welt“, dachte sich Fritz und steckte den Stein, der sich heftigst wehrte, in die Tasche. Wer wusste, wozu man ihn noch brauchen konnte.

FORTSETZUNG FOLGT

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